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UNESCO Welterbebewerbung

Baden-Baden auf dem Weg zum Kulturerbe

Seit Sommer 2014 stehen Baden-Baden gemeinsam mit den zehn weiteren europäischen Kurstädten unter dem Titel „Great Spas of Europe“ auf der Tentativliste der UNESCO. Mit der Einreichung des UNESCO-Welterbeantrags für die „Great Spas of Europe“ im Januar 2019 beim Welterbezentrum in Paris ist nun ein wichtiges Projekt der Stadt Baden-Baden in eine entscheidende Phase eingetreten. Die Entscheidung über eine Aufnahme des eingereichten Antrags auf die Welterbeliste wird bei der 44. Sitzung des UNESCO Welterbe Komitees im Juni / Juli 2020 erwartet.

Die „Great Spas of Europe“ sind eine länderübergreifende zusammenhängende Welterbestätte von elf Kurstädten aus sieben Nationen: Baden bei Wien (Österreich); Spa (Belgien); das „Böhmische Bäderdreieck“ mit Karlsbad, Franzensbad, Marienbad (Tschechische Republik); Vichy (Frankreich); Bad Ems, Baden-Baden und Bad Kissingen (Deutschland); Montecatini Terme (Italien) sowie Bath (Vereinigtes Königreich).

Der Beitrag der Stadt Baden-Baden zum UNESCO Welterbeantrag der „Great Spas of Europe“ liegt in ihrer 2000-jährigen Geschichte als Bäderstadt und insbesondere in der städtebaulichen Entwicklung während ihrer Glanzzeit als „Sommerhauptstadt Europas“ im 19. Jahrhundert. In dieser Zeit entwickelte sie sich zum Kommunikationszentrum für eine internationale Klientel: Adelige und Bürger, Industrielle und Künstler, Gesunde und Kranke der Oberschicht suchten die Stadt an der Oos für mehrere Wochen und Monate auf und prägten mit ihren Ansprüchen und Interessen das gesellschaftliche Leben. Die Relikte dieser Zeit bestimmen immer noch das Stadtbild: das Kurhaus, der Musikpavillon, die eleganten Hotels, die öffentlichen Thermalbäder, die Villenviertel, die Internationalen Galopprennen in Iffezheim, … auf Schritt und Tritt begegnet man in Baden-Baden der Geschichte und erhält eine authentische Vorstellung vom Leben in einer Bäderstadt des 19. Jahrhunderts.

Verschiedene Gruppen in Baden-Baden, darunter der Freundeskreis Lichtentaler Allee und die Industrie- und Handelskammer Karlsruhe setzen sich seit mehreren Jahren für den Erhalt und die Pflege des städtischen Kulturerbes ein. Die Idee, Baden-Baden zur Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste vorzuschlagen, entstand im Jahr 2006 aus der Überzeugung, dass dieses Kulturerbe nicht nur lokale, sondern internationale Bedeutung besitzt. Die Stadt Baden-Baden unterstützt die Bemühungen nach Kräften.

Das kulturelle und natürliche Erbe Baden-Badens ist somit nicht nur für die Bürger der Stadt von großer Bedeutung, sondern auch für die zahllosen internationalen Gäste und Besucher, die Baden-Baden täglich neu zur Weltstadt im Schwarzwald machen. Eine erfolgreiche Aufnahme der „Great Spas of Europe“ auf die Welterbeliste stärkt das Bestreben der elf Kurstädte, diese Werte sorgsam zu pflegen, zu entwickeln und für die Nachwelt zu erhalten.

www.baden-baden.de/UNESCOwelterbe